Moderne Technologien statt Verbote

Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie: Die Bayerische Staatsregierung ist mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und den Chefs von Audi, BMW und MAN zum „Zukunftsforum Automobil“ zusammengekommen.

Der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder betonte: „Wir brauchen einen Ausgleich zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen. Wir brauchen neue Technologien statt Verbote.“ Ziel sei eine dauerhaft gute Balance zwischen Ökologie, Mobilität und Lebensstil. In der Debatte über Diesel und Stickoxid-Grenzwerte will der CSU-Vorsitzende „aus den Schützengräben“ herauszukommen. Auch die EU-Kommission dürfe sich nicht einfach stur stellen, wenn es ernste Fragen zu den Grenzwerten und zu den Messmethoden gebe.

Notwendig seien auch „stabilere und klarere Messverfahren“ für Emissionen. Grenzwerte stünden in der Kritik, Stickoxid-Werte würden mitunter auch „an absurden Stellen gemessen“. Söder stellte klar: „Wir wollen nicht Lobbyismus betreiben, aber Partner sein, um die unglaublich vielen Arbeitsplätze in unserem Land zu halten. Es geht nicht nur um die Industrie, sondern auch um die Interessen der Arbeitnehmer.“

Scheuer hielt fest: „Vor allem im ländlichen Raum muss der Diesel Zukunft haben und wird der Diesel Zukunft haben.“ Neben batteriebetriebenen Elektroautos könnten künftig auch synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff eine Rolle spielen. „Aber wir werden weiterhin den Verbrenner haben müssen.“

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