Gemeinsam Anpacken!

Die neuen Vorsitzenden von CSU und CDU, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Annegret Kramp-Karrenbauer haben bei einem Treffen in Berlin die Gemeinsamkeiten der beiden Schwesterparteien herausgestellt. Zudem wollen sie CSU und CDU als Volksparteien breiter aufstellen - konservativ, liberal und auch sozial.

Man gehe jetzt in eine neue Phase, bekräftigte Söder. „Wir sind zwar zwei Parteien, aber die Gemeinsamkeit macht uns stärker als der Streit! Deshalb wollen wir konstruktiv zusammenarbeiten. Wir wollen Profil mit Stil. Wir werden uns nicht über kleine Dinge streiten, sondern das große Ganze im Blick haben.“

Kramp-Karrenbauer unterstrich, dass man die regelmäßigen Schaltkonferenzen zwischen den Parteiführungen in München und Berlin wieder aufleben lassen wolle. „Ich freue mich, dass wir die Aufgaben, die vor uns liegen, gemeinsam anpacken. Es gab noch nie 100-prozentige Übereinstimmung zwischen CDU und CSU, aber es waren immer unsere besten Zeiten, wenn wir uns gegenseitig ergänzt haben.“

Söder und Kramp-Karrenbauer waren sich einig, dass bei Umwelt-, Klima- sowie Energiepolitik auf die Verhältnismäßigkeit geachtet werden müsse. Deutschland sei das einzige Land, das sowohl aus der Atomenergie als auch aus der Kohle aussteige, ohne genau zu wissen, wie es die Versorgungssicherheit künftig gewährleisten könne, stellte Söder klar. Das sei aber gerade entscheidend für ein Industrieland wie Bayern. Auch Kramp-Karrenbauer forderte einen „intelligenten Umwelt- und Klimaschutz, ohne einen Weg der Deindustrialisierung zu gehen“.

Bildquelle: CDU/Laurence Chaperon